Freies Gemüse für alle!

ProSpecieRara-Sorten sind einzigartig.

1. Sie ermöglichen Unabhängigkeit

Die Sorten sind vermehrbar, d.h. jedermann kann, darf und soll die Samen ernten und diese im Folgejahr wieder aussäen. Dabei behalten die Sorten ihre Eigenschaften, schmecken also beispielsweise genau gleich wie die Ernte vom Vorjahr. Dies ganz im Gegensatz zu den meisten Sorten im Handel, welche als Hybridsorten ihre Eigenschaften nicht behalten und deren Saatgut deshalb Jahr für Jahr neu gekauft werden muss.

2. Sie sind im Einklang mit der Umgebung

ProSpecieRara-Sorten werden in Gärten und auf Feldern erhalten, d.h. die Sorten werden nicht tiefgefroren eingelagert, sondern werden hier immer wieder angepflanzt und bleiben so an die Umgebung angepasst (Klima, Krankheiten usw.).

Der Kreislauf der Sortenerhaltung.

Die Vielfalt der über 1600 Garten-, Acker- und Zierpflanzensorten von ProSpecieRara kann nur dank dem Engagement von ehrenamtlichen Sortenbetreuern und finanzieller Unterstützung von Gönnern vor dem Aussterben bewahrt werden. Hilfst du mit?

Kreislauf

a) Schatztruhe Samenbibliothek

Saatgut von über 1600 seltenen Gemüse-, Acker- und Zierpflanzensorten lagert ProSpecieRara in der Samenbibliothek an ihrem Hauptsitz in Basel.

b) Sortenbetreuer ausbilden

ProSpecieRara stellt Interessierten ein Probier-Set für erste Erfahrungen im Samenbau zur Verfügung und vermittelt in verschiedenen Kursen alle Aspekte rund um die Samenvermehrung.

c) Seltene Sorten zum Blühen bringen

Rund 500 ehrenamtliche Sortenbetreuer/-innen erhalten Saatgut von ProSpecieRara, bauen die gefährdeten Sorten im eigenen Garten an und ernten schliesslich die Samen.

d) Saatgut reinigen

Die Samen werden von den Sortenbetreuern gereinigt und an die Samenbibliothek zurückgeschickt. Neulinge können das traditionelle Handwerk am jährlich stattfindenden Dreschtag von erfahrenen Helfern lernen.

e) Kontrollieren und Einlagern

Das eingesandte Saatgut wird geprüft und in der Datenbank vermerkt. So behält ProSpecieRara die Übersicht und weiss immer, wie viel Saatgut von einer Sorte vorhanden ist.

Deine Hilfe zählt…

Gönner-BohneProSpecieRara-Gönner werden

Du unterstützt mit 70 Franken die Arbeit von ProSpecieRara und hast – grösstenteils kostenlos – Zugang zu Saatgut von mehr als 800 raren Sorten. Das Starter-Kit im Wert von CHF 25.- kannst du dir  kostenlos dazu bestellen.
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Tomatenpate1Jetzt für seltene Sorten spenden

Deine Spende kommt den seltenen Gemüsesorten von ProSpecieRara zugute. So hilfst du mit, diesen einzigartigen Schatz zu bewahren.
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Jeder hat ein Recht auf Saatgut.

Wir finden, Saatgut gehört allen. Nicht nur einigen wenigen grossen Konzernen. Deshalb engagieren wir uns für den freien Zugang zu Saatgut. Mit dem Pflanzen von Stadt-Gemüse setzt du ein Zeichen für freies Saatgut. Bist du dabei?

Mehr dazu auch in der Saatgut-Doku von ProSpecieRara und der Erklärung von Bern sowie auf der Website von No Patents on Seeds

Monopole schränken die Sortenvielfalt ein

Die meisten Sorten, die im Handel erhältlich sind, sind so genannte Hybridsorten (F1-Sorten). Wenn du aus diesen die Samen gewinnst und im Jahr darauf aussäst, entstehen daraus Früchte, die nicht mehr viel mit der Sorte vom Vorjahr zu tun haben – die Enttäuschung ist programmiert.

Ganz anders verhalten sich ProSpecieRara-Sorten: Sie behalten ihre Eigenschaften. Alle dürfen sie anbauen, verwerten und Samen daraus ernten – und du bist unabhängig von den grossen Saatgutkonzernen.

Saatgutkonzerne züchten Sorten, die gegen Krankheiten und Schädlinge resistent sind. So weit, so gut. Aber sie sichern sich die Abhängigkeit aller, die diese Sorten anbauen, weil das Hybrid-Saatgut Jahr für Jahr neu gekauft werden muss. Ausserdem lassen die Konzerne besondere Eigenschaften ihrer Sorten patentieren. Andere dürfen mit ihnen nicht weiterzüchten oder nur gegen horrende Lizenzgebühren. Die Reichweite vieler dieser Patente erstreckt sich oft auf die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung, vom Acker bis zum Verbraucher.

Beispiel Wilder Paprika

Im Mai 2013 erteilte das Europäische Patentamt für den Konzern Syngenta ein Patent auf insektenresistente Chili- und Paprikapflanzen, die aus konventioneller Züchtung stammen (EP 2140023). Um diese Pflanzen zu erhalten, wurde eine wilde Paprika aus Jamaika, die natürlicherweise über Insektenresistenz verfügt, mit kommerziellen Paprikapflanzen gekreuzt. Obwohl diese Resistenz natürlicherweise vorkommt, beansprucht der Syngenta-Konzern die insektenresistenten Pflanzen, ihr Saatgut und ihre Ernte als eigene Erfindung!

ProSpecieRara fordert: Freies Gemüse für alle!

Bedrohlich wird es, wenn mit diesen Sorten nicht weitergezüchtet werden darf oder nur gegen horrende Lizenzabgaben. Kleine Betriebe können sich keine so hohen Abgaben leisten. Solche Betriebe verschwinden früher oder später mit ihren Sorten und ihrem Know-how (viele sind bereits verschwunden). Damit wird auch der Konsument abhängig vom Angebot einiger weniger Konzerne.

Im Gegensatz dazu dürfen alle Züchter und Bauern mit ProSpecieRara-Sorten jederzeit neue Züchtungen entwickeln und diese sogar weitergeben oder verkaufen.

Mit dem Pflanzen von Stadt-Gemüse setzt du ein Zeichen für die freie Nutzung, Verbreitung und Verfügbarkeit von Saatgut. Ernte dein eigenes Saatgut und gib einen Teil davon deinen Freunden weiter, damit auch sie mitmachen.